Hate Speech: Wie bekämpft man Hass im Netz?

2018-12-05T14:34:26+00:0022. Mai 2018|

Journalist, Moderator, Kolumnist und Blogger – Richard Gutjahr fühlt sich in der crossmedialen Welt zuhause wie kaum ein anderer. Doch auch die Schattenseiten der Digitalisierung sind dem ARD-Reporter bekannt. Hate Speech wird daher sein Thema auf der IAW18 sein.

„Hater gab es schon immer. Heute sind sie vernetzt und schwer bewaffnet. Ihre Geschütze: YouTube, Facebook, Twitter.“ In seinem Bericht „Unter Beschuss“ erzählt Richard, wie er und seine Familie ins digitale Visier von Verschwörungstheoretikern, Antisemiten und Reichsbürgern geraten sind – und über seine Erfahrungen im Kampf gegen den Hass im Netz.

Odyssee durch die Institutionen

Viel gelernt habe er in dieser Zeit über US-Konzerne, über unser Rechtssystem und unsere Gesellschaft, sagt Richard. Und vor allem über die tatsächliche Strafverfolgung von Hate Speech – denn die braucht einen langen Atem und enorme finanzielle Mittel. Der Kampf gleicht, trotz des zu Beginn des Jahres in Deutschland in Kraft getretenen Netzwerkdurchsetzungsgesetzes (NetzDG), einem gegen Windmühlen.

Die Verantwortung der Konzerne

Warum werden Internet-Konzerne ihrer Verantwortung gegenüber Hate Crime-Opfern nicht gerecht? Wird der Hass im Netz von Plattformbetreibern billigend in Kauf genommen, solange nur die Zahl der aktiven Nutzer steigt? Richards Erlebnisse scheinen diesen Schluss zuzulassen. Dabei gäbe es adäquate Mittel, um Hasspredigern schnell und effektiv das Handwerk zu legen, denn die Höchststrafe für die Täter sind weder Geld- noch Freiheitsstrafen, sondern die vollständige Löschung ihrer Channels und deren Inhalte – natürlich über Ländergrenzen hinaus.

Welche Möglichkeiten Betroffene haben und wie Hater zur Rechenschaft gezogen werden können, erzählt der Journalist bei der IAW.

Reporter, Journalist, Kolumnist & Blogger

Richard ist Politik- und Kommunikationswissenschaftler sowie Absolvent der Deutschen Journalistenschule in München. Nach Stationen bei der Süddeutschen Zeitung, CNN und dem WDR arbeitet er heute als freier Reporter für die ARD. Daneben schreibt er als Kolumnist für verschiedene Zeitungen und Fachmagazine.

Für seine Arbeit wurde er unter anderem mit dem Ernst-Schneider-Preis für Wirtschafts-Journalismus ausgezeichnet – zudem als Netz-Journalist des Jahres und Journalist des Jahres. 2013 wurde er für den Grimme-Online Award nominiert.

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