VORARLBERG
Zukunft gestalten

Landeshauptmann Markus Wallner über fabelhafte Initiativen, die Vorarlbergs Digitale Agenda mit Leben füllen. Und warum Kinder auf dem Weg in die digitale Zukunft in den Fokus rücken.

Es hat sich viel getan im letzten Jahr. Marke Vorarlberg, Diskurs.Zukunft, Digital Campus Vorarlberg, um nur einige der Initiativen zu nennen. Alle zielen darauf ab, Vorarlberg fit für die Zukunft zu machen, als Wirtschaftsstandort zu stärken und die hohe Lebensqualität zu sichern. Was auffällt: Vieles geschieht gemeinschaftlich und im Schulterschluss mit verschiedensten Akteuren – quer durch Wirtschaft, Politik, Institutionen und Bevölkerung. Und noch eines fällt auf: Kinder rücken in den Fokus. Wie zum Beispiel bei Code4Kids, einem von Land und Wirtschaftskammer getragenen Projekt, das Kinder spielerisch an die Welt des Programmierens heranführt.

„Zu sehen, mit welcher Neugierde und Begeisterung die Kids das Projekt aufnehmen, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Sie haben eine „Rocket“ bei Code4Kids besucht. Wie war Ihr Eindruck?

Code4Kids ist ein Projekt, das mir sehr am Herzen liegt. Ich war bei Code4Kids in Lustenau live dabei, und das Projekt hat bei mir wirklich einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Hier vermitteln HTL-Schüler Volksschülern spielerisch, wie sie eigene Inhalte, wie zum Beispiel kleine Spiele, interaktive Geschichten oder einfache Animationen, selbst erstellen können. Zu sehen, mit welcher Neugierde und Begeisterung die Kids das Projekt aufnehmen, zeigt, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind. Es bestärkt mich jedenfalls in unserer Absicht, Code4Kids landesweit auszurollen.

Wie wollen Sie das Interesse der Kinder für Informatik und technische Berufe fördern?

Kann die Politik hier überhaupt etwas bewegen oder muss die Initiative von der Wirtschaft ausgehen? Sowohl als auch, würde ich sagen. Wir bemühen uns derzeit sehr, das Interesse für Informatik und technische Berufe zu erhöhen. Jede Initiative, die junge Menschen für Digi-talisierung, Technik und Innovation begeistert, ist wichtig für die zukünftige Entwicklung unseres Wirtschaftsstandortes. Rechnen, Schreiben, Lesen – daran werden wir auch in Zukunft nicht vorbeikommen. Aus meiner Sicht geht es darum, wie Inhalte kommuniziert werden. Durch die Digitalisierung gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie Unterricht spannend, interaktiv und kreativ aufbereitet werden kann.

„Das Wort „Kinder“ kann auch als Symbol für kindliche Eigenschaften wie Lebenslust, Neugier, Mut und Unvoreingenom-menheit verstanden werden und somit alle Vorarlbergerinnen und Vorarlberger miteinbeziehen.

Mit „Marke Vorarlberg“ haben Sie einen Prozess angestoßen mit dem erklärten Ziel, dass Vorarlberg 2035 chancenreichster Lebensraum für Kinder sein soll.

Der Markenentwicklungsprozess soll dazu beitragen, dass das einheitliche Bewusstsein für die eigenen Leistungen gestärkt wird. Einerseits, um unsere Werte und Identität festzuhalten, andererseits aber auch, um uns unserer Stärken gegenüber anderen sicher zu sein. Als übergeordnetes Ziel wollen wir mit dieser ‚Marke‘ eine hohe Wiedererkennbarkeit erreichen und Identität stiften – ein Gütesiegel, das die einzigartige Vorarlberger Art verkörpert und den Blick nach innen und außen schärft. Sich klar zu positionieren bedeutet aber auch, an der eigenen Zukunft zu arbeiten. Daraus wurde eine sogenannte Nr. 1-Position abgeleitet: Im Jahr 2035 ist Vorarlberg der chancenreichste Lebensraum für Kinder.

Warum rücken gerade Kinder in den Fokus?

Mit dieser Nr. 1-Position ist Vorarlberg optimal für die Zukunft ausgerichtet. Dabei ist zu beachten, dass das Wort „Kinder“ auch als Symbol für kindliche Eigenschaften wie Lebenslust, Neugier, Mut, und Unvoreingenommenheit verstanden werden kann und somit alle Vorarlbergerinnen und Vorarlberger mit einbezieht. Der bewusst ausgedrückte Fokus auf die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft unterstreicht unsere langfristige Orientierung der formulierten Markenstrategie.

Bereitet das derzeitige Schulsystem Kinder überhaupt adäquat auf die Herausforderungen der Zukunft vor oder müssen wir uns Alternativen überlegen? Gegenfrage: Können wir heute zu hundert Prozent sagen, was die Herausforderungen der Zukunft sind? Aus meiner Sicht wird es für die Zukunft ganz entscheidend sein, dass wir auf dem Bildungsweg keinen Schüler und keine Schülerin ohne Abschluss zurücklassen. Hier muss aus meiner Sicht unser Schwerpunkt liegen. Wenn wir das schaffen, haben wir schon viel gewonnen.

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